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Vernastaltungsreihe im Mai-Juli 2006

Gemeinsam mit dem Fachschaftsrat SoWi der Uni Göttingen findet im Mai/Juni/Juli 2006 eine Veranstaltungsreihe des Arbeistkreis Asyl zu aktuellen Themen und Auseinandersetzungen antirassistischer Initiativen und Bewegungen in Göttingen und darüber hinaus statt.

Den Anfang macht eine Veranstaltung zum US-Grenzregime und den kämpfen der Papierlosen in den vergangenen Monaten. Weiter geht es mit:

Stigma reloaded - Eine Veranstaltung zu den Strategien der Kriminalisierung von Flüchtlingen und der Gegenwehr. (19.6.)

ausgeLAGERt - Veranstaltungen zum deutschen und europäischen Lagerregime (29.6.)

und: Medizinische Versorgung von MigrantInnen mit prekärem Aufenthaltsstatus (3.7.)

Alle Veranstaltungen finden im Zentralen Hörsallgebäude ZHG 007 statt. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Hier folgen die Ankündigungen:




Montag 29.05. 20 Uhr ZHG 007

Sans Papiers in den USA

Noch nie wurde in den USA so viel Geld für Einwanderungskontrollen ausgegeben. Seit dem 11. September wurden wichtige Bereiche der Grenzüberwachung und der internen Kontrollen von der Einwanderungsbehörde an das Ministerium für Heimatsicherheit übertragen und das Budget jährlich im zweistelligen Prozentbereich erhöht. Die Zahl der willkürlichen Verhaftungen und der Kontrollen hat rapide zugenommen: in Grenznähe, im Binnenland, aber auch extraterritorial in Mexiko und in der Karibik. Gleichzeitig fanden in den vergangenen Wochen die größten Demonstrationen statt, die die USA je gesehen hat: Für die Rechte von Sans Papiers, Menschen ohne Aufenthaltsstatus. Allein in Los Angeles gingen im März und im April mehr als 500.000 Menschen auf die Straße, Hunderttausende beteiligten sich landesweit an Streikaktionen. Am 29. Mai wird der Migrationsforscher Holk Stobbe der Frage nachgehen, wie diese paradoxe Situation in den USA zu deuten ist: Sind Sans Papiers das Opfer von globaler Ausbeutung und menschenverachtender Kriegs- und Kontrollpolitik?
Oder sind sie ein neues globales Proletariat, das zunehmend seine eigene Stärke erkennt und weltweit Rechte unabhängig von der Staatsangehörigkeit einfordert?

http://thistuesday.org




Montag 19.06. 20 Uhr ZHG 007

stigma reloaded

Etwa einhundertfünzig Menschen in Göttingen und Northeim sind seit sechs Jahren immer neuen öffentlichen Stigmatisierung ausgesetzt. In zwei Anläufen wurden sie in der Vergangenheit zunächst als "Asylbetrüger" später als "kriminelle Ethno-Clans" öffentlich angefeindet. Ausländerbehörden und   Polizeikreise verfolgen mit dieser Diffamierung das Ziel, die libanesischen Familien in die Türkei abschieben zu können. Die Menschen leben seit bis zu zwanzig Jahren in Göttingen und umzu - die meisten sind hier geboren. Dennoch oder eben gerade deshalb wird ihre Abschiebung geradezu kampagnen-mäßig vorbereitet: diffamieren - isolieren - abschieben. Doch diese Rechnung ging bislang nicht auf.
Eine Veranstaltung zu den Strategien der Kriminalisierung und der Gegenwehr.

http://www.abschiebemaschinerie-stoppen.de/materialien/libasoli.htm




Donnerstag 29.06. 20 Uhr ZHG 007

AusgeLAGERt

Belgien und Schweden zeigen Filme über ihre Abschiebelager und -haftanstalten in afrikanischen Ländern, um Flüchtlinge abzuzschrecken.
Flüchtlingslager sind innerhalb Europas auf Expansionskurs, und an dessen Rändern werden riesige Sammellager eingerichtet, in denen die anlandenden Bootsflüchtlinge festgesetzt werden. Diese Entwicklung bleibt nicht unwiedersprochen: Proteste gegen die zunehmende Isolierung von Flüchtlingen in Sammellagern oder Abschiebungshaftanstalten haben in ganz Europa und auch Deutschland zugenommen, in Niedersachsen ist das 'Rückführungslager' Bramsche-Hesepe ein Beispiel dafür.

http://www.nolager.de




Montag 03.07. 20 Uhr ZHG 007

Medizinische Versorgung von MigrantInnen mit prekärem Aufenthaltsstatus

In der BRD leben schätzungsweise 500.000 bis 1 Mio. Flüchtlinge ohne Papiere. Diesen Menschen ist es nicht möglich, sich normal in dieser Gesellschaft zu bewegen. Ständig leben sie in der Angst entdeckt zu werden. So ist es ihnen auch nicht möglich bei Beschwerden zum Arzt od. zur Ärztin zu gehen. Eine kurze Einführung in die Situation von Sans Papiers und Gesundheitsversorgung in der BRD sowie zu Lösungsansätzen, die   derzeit in verschiedenen Städten der BRD entwickelt werden.

http://www.gesundheitsversorgung-fuer-alle.de