Infobrief :: Arbeitskreis Asyl Göttingen, Datum.2005

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Drohende Abschiebung von Herrn Andre Aragoli

Kampagnen-Seite mit aktuellen Infos und Protestaktionen: http://aragoli.info.ms/

Andre Aragoli ist 32 Jahre alt und iranischer Staatsangehöriger. Seit 2002 ist er in Deutschland und hat einen Antrag auf Asyl gestellt.

Todesstrafe für Schwule im Iran – deutsche Gerichte wollen trotzdem abschieben!

Für Homosexuelle im Iran ist es unmöglich, ein menschenwürdiges Leben ohne Angst vor Verfolgung und gesellschaftlichem Ausschluss zu führen.

Homosexualität wird im Iran mit dem Tode bestraft. Trotz dieser den Behörden vorliegenden Informationen lehnte das Verwaltungsgericht Kassel den Antrag von Herrn Aragoli ab, mit der Begründung nicht die homosexuelle Neigung, sondern die homosexuelle Praxis würde im Iran verfolgt. Dabei ignoriert das VG Kassel den Schutz Homosexueller als eine verfolgte soziale Gruppe durch die Genfer Flüchtlingskonvention und setzt sich über diese Richtlinie hinweg.

Akute Gefahr für Andre Aragoli

Eine Abschiebung wäre für Andre Aragoli lebensgefährlich. Am 20. Juli 2005 wurden zwei jugendliche Homosexuelle in der Stadt Mashhad im Osten Irans hingerichtet.

Verhinderung einer Lebenspartnerschaft

Im Fall von Andre Aragoli kommt hinzu, dass der iranischen Botschaft bekannt ist, dass Andre Aragoli eine Lebenspartnerschaft in Deutschland eingehen wollte, was vom Frankfurter Standesamt abgelehnt wurde.

Deshalb ist davon auszugehen, dass Andre Aragoli im Iran um sein Leben fürchten muss, sollte er dorthin abgeschoben werden. Hätte man die Begründung der Lebenspartnerschaft nicht verhindert, hätte Andre Aragoli einen Rechtsanspruch auf die Aufenthaltserlaubnis. Andre Aragoli kann jeden Tag abgeschoben werden. Das darf nicht sein!

Wir rufen daher dringend zur Unterstützung von Andre Aragoli auf.

Dazu bitten wir Sie ihre Möglichkeiten zu nutzen, dem Fall eine möglichst breite Öffentlichkeit zu verschaffen.

Wir können Andres Leben noch retten.